Helmut Passing
Desaster mit Aufforderungs-Charakter
Berater der Bundes-Regierung
verursacht volks-wirtschaftlichen
Milliarden-Schaden
durch
Vernichtung des Bau-Systems des 21. Jahrhunderts
Kommentar des Wirtschafts-Ethikers
zur Causa Seibold versus Berger
Die Details, aus denen der immense, von Roland Berger angerichtete und deshalb zu verantwortende volkswirtschaftliche Schaden erwachsen ist, wurden in meinem Kommentar „Außer dreisten Lügen hat Roland Berger nichts zu bieten“ vom 12.7.2014 bereits eingehend dargelegt.
Deshalb kommt es in diesem Kommentar darauf an, den Aufforderungs-Charakter dieser „Fehl-Leistung auf höchstem Niveau“ zu beleuchten.
Roland Berger/RB&P, 1999 Tochter der Deutschen Bank und noch immer Berater der Bundes-Regierung, hat nicht nur Karl-Heinz Seibold zugrundegerichtet, indem er dessen Lebens-Werk und Gesundheit zerstörte, sondern er hat die Bau-Wirtschaft um mehr als 15 Jahre zurückgeworfen und dadurch alle potentiellen Bauherren um wertvolle Chancen betrogen.
Denn der besondere Charme des revolutionären Bau-Systems von Seibolds DMPG war die Verbindung bislang für unvereinbar gehaltener Zielsetzungen:
- Kostengünstige Massiv-Bauweise in öko-logischer Qualität und
- individuelle Raum-Konzepte auf Basis industrieller Vor-Fertigung in Los-Größe 1.
- In der millimetergenauen Präzisions-Technik, weil nur auf deren Basis industriell – und zwar geschoßübergreifend – alle Ver- und Entsorgungs-Leitungen incl. aller Fenster und Türen vormontiert werden konnten.
- Dazu jedoch ist das Knowhow des Maschinenbau-Ingenieurs nötig, und diese sehr speziellen Fähigkeiten sind in der Bau-Wirtschaft nicht üblich und deshalb auch nicht vorhanden.
Durch das vorsätzliche Zerschlagen der DMPG aus niederen Beweg-Gründen kann all dies seit 1999 nicht mehr realisiert werden, und das ist der eigentliche Schaden, den Roland Berger – als Berater der Bundes-Regierung – zu verantworten hat.
Der Aufforderungs-Charakter des von Berger angerichteten volks-wirtschaftlichen Schadens erhält durch die aktuelle, durch den massiven Zustrom von Bürgerkriegs-Flüchtlingen verschärfte Wohnungs-Not weitere Brisanz.
- Denn gerade jetzt könnte die DMPG ihr einzigartiges, von RB&P zertifiziertes Knowhow dazu verwenden, vermittels konkurrenzlos kurzer Bau-Zeiten und ebenso konkurrenzlos günstiger Preise einen evidenten Beitrag zur Linderung der akuten Wohnungs-Not zu leisten.
- Daß dies in Folge von Bergers DMPG-Vernichtung nicht möglich ist, vergrößert die Dimension des volks-wirtschaftlichen Schadens weiter.
- Angesichts der Tatsache, daß sich Roland Berger selbst als Motor des „gesellschaftlichen Fortschritts“ sieht und nicht müde wird, seinen Beitrag dazu zu betonen, wirkt der von ihm zu verantwortende Tod jener Firma besonders makaber, die genau diesen „gesellschaftlichen Fortschritt“ verkörperte: Die DMPG, das Bau-System des 21. Jahrhunderts.
- An alledem wird ein weiteres Mal deutlich, daß Roland Berger nicht der ist, für den er sich ausgibt, und das sollte den Repräsentanten in Staat, Wirtschaft und Gesellschaft zu denken geben.
- Merkel im Exclusiv-Interview der Bild-Zeitung vom 11.3.2009: „Wer unverschuldet in Not gerät, dem wird geholfen.“ Diesen Satz hat Merkel seitdem variantenreich wiederholt, doch ihre Praxis spricht eine andere Sprache, nämlich die der Ignoranz, weil Merkel noch nicht einmal den Eingang entsprechender Briefe bestätigt, geschweige denn darauf eingeht.
- Roland Berger läßt sich in der Öffentlichkeit u.a. dafür feiern, innovative Unternehmen mit Preisen auszu-zeichnen. Die DMPG war – auch im Welt-Maßstab – das innovativste Unternehmen der Bau-Wirtschaft, und diese Tatsache wurde von Roland Berger in dessen Informations-Memorandum eingehend gewürdigt. Doch Seibolds DMPG ist von Roland Berger nicht prämiert, sondern statt an die Börse in den Konkurs ge-führt worden.
- Berger und Merkel erweisen sich gegenüber der Wirklichkeit als gleichermaßen ignorant, und das ist offenbar, was diese verbindet
- So ist es nicht verwunderlich, daß die Kanzlerin der Deutschen Roland Berger nach wie vor deckt, obwohl sie nach Lage der Dinge allen Grund hätte, sich von Berger in aller Form zu distanzieren.

Größe zu zeigen ist nicht die Stärke von Roland Berger
Mehr denn je brauchen wir wagemutige Unternehmer, die sich zugleich der Humanitas verpflichtet fühlen und deshalb Ideen entwickeln und umsetzen, die unser Land qualitativ voranbringen und nicht nur auf Mengen-Wachstum setzen.
Klasse statt Masse eben.
Die DMPG hat uns allen vorgemacht, wie so etwas geht:
- Kosten-Degression ja, und zwar durch ausgeklügelte, innovative System-Technik.
- Aber nicht zu Gunsten der Steigerung des eigenen Profits.
- Sondern im Hinblick auf spezifische Attraktivität für die Kunden.
- Der Wirtschafts-Ethiker nennt dies sozio-zentrische Wertschöpfung.

Erfolg zu Gunsten sozio-zentrischer Wertschöpfung

Wir alle sind Teil eines großen Ganzen, das es aufzuwerten gilt

Wir alle sind Teil eines großen Ganzen, das es aufzuwerten gilt
Um dies zu erreichen, ist ein geistiger Paradigmen-Wechsel im Hinblick auf ethisches Wirtschaften notwendig, das weit mehr ist als eine hohlklingende Phrase in Hochglanz-Prospekten oder Berger-Vorträgen, weil dieses Wirtschaften von anderen als den bislang üblichen Maßstäben getragen ist, nämlich von Wahrhaftigkeit, Authentizität und geistiger Stringenz.
Vor diesem Hintergrund muß sich nicht nur Roland Berger fragen, wie stark er hier versagt hat, sondern auch unsere Kanzlerin muß sich klar darüber werden, von wem sie sich in Person des Roland Berger beraten läßt.
Roland Berger lenkt noch immer nicht ein und verweigert sich einer gütlichen, außergerichtlichen Wieder-gutmachung an Seibold.

Größe zu zeigen ist nicht die Stärke von Roland Berger
- Er hat deshalb die ihm für den Fall weiterer Haftungs-Verweigerung am 22.4.2014 angekündigte Straf-Anzeige provoziert.
- Es bleibt zu hoffen, daß diesmal – anders als im Zivil-Verfahren von 2002 bis 2006 – ein fairer Prozeß ohne Einflußnahme von oben stattfinden kann.
- Indem Seibold ihm die Hand reichte, hatte es Roland Berger in der Hand, den aus der Straf-Anzeige für seine Person und sein Beratungs-Unternehmen erwachsenden Schaden zu vermeiden. Er hat deshalb die mit seiner Ignoranz einhergehende Reputations-Insolvenz selbst zu verantworten.
- Und die Justiz tut es Berger gleich, indem diese seit eineinhalb Jahren Seibolds Straf-Anzeige boykottiert, obwohl es sich um ein Offizial-Delikt handelt, bei dem die Staats-Anwaltschaft zum Handeln verpflichtet ist.
- Die deshalb in Karlsruhe eingelegte Verfassungs-Beschwerde wurde zur Entscheidung angenommen; die Entscheidung selbst steht noch aus.
Er wird Medien, Politikern und Wirtschafts-Verbänden nicht verborgen bleiben. Freiburg im Breisgau, 10. Dezember 2015
Thuner Weg 18